Stefanie Knorr

Die Sopranistin Stefanie Knorr wuchs in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart auf. Nach einem Schulmusik- und Mathematikstudium auf Lehramt in Freiburg im Breisgau studierte sie Gesang an der Hochschule für Musik Basel bei Marcel Boone, wo sie sowohl einen Master in Musikpädagogik als auch einen Master in musikalischer Performance mit Auszeichnung abschloss. Im Bereich des Barockgesangs bildete sie sich an der Schola Cantorum Basiliensis bei Rosa Domínguez weiter. Wichtige Impulse erhielt sie in Meisterkursen unter anderem mit Margreet Honig, Christine Schäfer, Dorothea Röschmann, Hedwig Fassbender und Sarah Maria Sun.
Bereits während ihres Studiums debütierte Stefanie Knorr 2016 am Theater Basel in einer Kinderoper. In den darauffolgenden Spielzeiten war sie unter anderem als Grille in »Die Genesung der Grille« von Richard Ayres, als
Bubikopf in »Der Kaiser von Atlantis« von Viktor Ullmann sowie als Älteste Meerschwester in »Andersens Erzählungen« von Jherek Bischoff (Regie: Philipp Stölzl) zu erleben. In der Spielzeit 2020/21 war die Sopranistin Mitglied des Opernstudios OperAvenir am Theater Basel. Als Ensemblemitglied sang sie in der Spielzeit 2021/22 die Rollen der Papagena in Mozarts »Die Zauberflöte« (Regie: Simon McBurney), der Nella in »Gianni Schicchi« von Puccini sowie der Minerva in »Il ritorno d’Ulisse in patria« von Monteverdi.
Gastengagements führten sie an die Semperoper Dresden, die Theater Chemnitz und das Luzerner Theater. Im Sommer 2026 gibt sie ihr Debüt als Pamina beim Immling Festival.
Stefanie Knorr ist mehrfache Preisträgerin internationaler Wettbewerbe. 2019 gewann sie den 2. Preis beim Wettbewerb der Stiftung Basler Orchester-Gesellschaft, einen Studienpreis beim Gesangswettbewerb des Migros-Kulturprozent in Zürich sowie einen Förderpreis beim Paula-Salomon-Lindberg-Wettbewerb »Das Lied« in Berlin. Die Sopranistin war Stipendiatin des Festivals LIEDBasel 2019 und wurde als Young Artist für das Leeds Lieder Festival 2020 ausgewählt. Beim Stignani-Wettbewerb 2022 in Imola (Italien) wurde sie mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.
Ihr Konzertrepertoire umfasst Werke vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Sie arbeitete mit renommierten Orchestern wie dem Sinfonieorchester Basel und dem Gewandhausorchester Leipzig zusammen. Im Bereich der zeitgenössischen Kammermusik wirkte sie in verschiedenen Ensembles für zeitgenössische Musik mit und trat unter anderem bei den Tagen für Neue Musik Zürich, dem ZeitRäume Festival in Basel, dem Festival Neue Musik Rümlingen (Schweiz) sowie dem NAK Festival in Pamplona (Spanien) auf; 2023 sang sie bei den ISCM World New Music Days in Kapstadt (Südafrika).